Vegane Duftkerzen – neue Richtlinien in der EU für die Deklaration

Heute möchte ich euch gerne ein paar Hintergrundinformationen zu Duftkerzen im Allgemeinen und auch zu unseren eigenen veganen Duftkerzen geben.

Duftkerzen erfreuen uns Frauen immer wieder. Sie verströmen unsere Lieblingsdüfte in unseren Wohn- & Schlafzimmern oder Bädern und schaffen eine Wohlfühlatmosphäre. Warum zünde ich also eine Duftkerze an? Weil ich möchte, dass meine Räume entsprechend frisch oder sinnlich duften – wahlweise wähle ich nach Jahreszeit leichtere oder schwerere Düfte aus. Vielleicht benutze ich auch Duftkerzen als Raumduft gegen Nikotin (ja, ja, ich weiß – aber es gibt sie noch, die Raucherinnen unter uns :)). Und: sie sehen dekorativ aus. Nicht alle – aber wenn ich mich schon für eine entscheide, dann sollte sie auch meinem Wohn- und Lebensstil entsprechen und sich dezent darin einfügen.

Soweit so gut. Ganz schön viele Aufgaben, die so ein Produkt erfüllen sollte. Hinzu kommt noch der Anspruch an Nachhaltigkeit und Gesundheit. Es sollten also keine schädlichen Brennstoffe verwendet werden. Und auch die Düfte müssen bester Qualität sein – schließlich möchte ich nicht meine Lunge verpesten und belasten.

Warum vegane Duftkerzen? Das wird neuerdings so betont, weil die meisten Duftkerzen aus Paraffin hergestellt wurden und werden. Das ist auch vegan. Und auch gar nicht schlecht. Zumindest was die Brenneigenschaften und auch die Verbindung mit den Düften angeht. Schließlich ist es ein gereinigtes Abfallprodukt des Erdöls – und warum sollte man dies nicht in der Form einsetzen? Recycling ist das doch irgendwie…OK: der Reinigungsprozess ist aufwändig und kostet Energie. Daher gehen wir beispielsweise im LAISLA Team den anderen Weg und haben einen pflanzlichen, nachwachsenden Brennstoff – das Rapsöl gewählt. Das sieht auch schön aus – wird nicht so schnell ranzig wie Soja – hat aber den Nachteil, Duft zu verschlucken:).

Und jetzt zu den Düften und den aktuellen Richtlinien:

Duftkerzen MÜSSEN in der EU seit dem 1.6.2015 deklariert werden. Ebenso wie Kosmetikprodukte müssen hier Allergene, die im Duftöl enthalten sein können und oft sind, erwähnt werden. Transparenz ist gewünscht. Und da man eine Duftkerze nicht mit unter 1% betupften kann – sonst kann man es auch gleich bleiben lassen – müssen entsprechende Warnhinweise aufgebracht werden. Es könnte schließlich ein Kind ein Stück von der Kerze verschlucken und einen Schock erleiden. Dafür lässt man die Kerzen von einem unabhängigen Labor bewerten – das nennt man Sicherheitsbewertung. Diese Datenblätter liegen bei uns und können nach Bedarf oder im Falle eines Notfalls abgerufen werden. Damit ein behandelnder Arzt sofort weiß, was zu tun ist. Es gibt eine Giftnotrufzentrale an die man sich in so einem Fall wenden kann. Auch bei unseren hochwertigen, von Hand gefertigten Duftkerzen ist eine Deklarierung auf er Rückseite zu finden, die diese Warnhinweise darstellt. Und ganz oft kommen jetzt Rückfragen: Das ist aber gar nicht gesund. Auf anderen Kerzen steht das nicht usw.

Genau: andere deklarieren einfach (noch) nicht. Bis sie auffallen und dann eine Strafe bekommen. Wir möchten unseren Kundinnen und Kunden volle Transparenz geben über das, was wir tun und was bei uns drin ist. Daher halten wir uns an die Richtlinien. Schließlich haben wir auch Kinder, die einmal ein Stück von so einer Kerze verschlucken könnten…

Über die Reinheit der Düfte…

Da gibt es viele schwarze Schafe auf dem Markt. Importware aus Asien – da wissen wir alle nicht, was genau drin ist. Manchmal – das kennen wir alle – wird einem nach kurzer Zeit übel, wenn so ein Kerzchen brennt. Die Kunst, einen reinen, hochwertigen Qualitätsduft zu finden bzw. herstellen zu lassen, liegt im Investment. Wir arbeiten hier mit dem weltweiten Marktführer für Parfümöle zusammen und erhalten entsprechende Zertifikate zu jedem Duft, die Aufschluss über die Reinheit und Qualität geben. Nur so können wir sicher sein, dass die Düfte auch das bewirken, was wir möchten: Stimulation für die Sinne und das Schaffen eines angenehmen Raumduftes. Da kostet ein Liter Parfümöl durchaus auch schon einmal über 100 €. Und entsprechend können die Produkte, die damit in Verbindung stehen – wenn sie zudem auch noch Bio zertifizierte Rohstoffe enthalten – nicht zu Dumpingpreisen angeboten werden.

Ich hoffe, ich konnte ich heute ein bisschen mehr Details und Hintergründe zu Duftkerzen vermitteln und mit einigen Missverständnissen aufräumen.

Alles Liebe und viel Spaß beim Anzünden euerer Duftkerzen

Julia

 

 

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