GIFTIGE GEDANKEN UND WAS SIE IN DIR BEWIRKEN

Wenn du das Gefühl hast, besonders „giftig“ auf jemanden oder eine Situation zu sein, dann ist es im wahrsten Sinne des Wortes auch so. Wenn du „giftig“ oder „sauer“ bist, dann reagiert dein Körper entsprechend. Es werden unter Stress vermehrt Stresshormone ausgeschüttet (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, Cortisol…) wobei es hier auf die Art des Stresses ankommt. Kurzfristiger Stress im Sinne von kurzzeitigem Leistungsbedarf, wie er zum Beispiel vor und während Prüfungen oder einer Kundenpräsentation vorherrscht, ist nicht krankmachend. Hier mobilisiert der Körper seine notwendigen Energien, um die möglichst beste Leistung zu erbringen. Der Sympathikus wird aktiviert – Stoffwechselvorgänge werden hochgefahren, die Herztätigkeit gesteigert (schnellerer Herzschlag), die Glykolyse (Bereitstellung von Energie durch den Abbau von Kohlenhydraten) in Gang gesetzt. Wenn wir also Stress haben, setzt der Körper und das vegetative Nervensystem so einiges in Bewegung, um den Stress zu regulieren bzw. unsere Leistung zu vollbringen.

Sind wir aber dauerhaftem Stress ausgesetzt – also Langzeitstress in Folge von Dauerbelastung im Beruf, in der Partnerschaft, durch finanzielle Sorgen etc. – dann wirken hier auch die Langzeithormone wie das Cortisol, welches zu der Gruppe der Glucokortikoiden gezählt wird. Von den Nebennierenrinden wird das Hormon Cortisol an den Körper abgegeben: es verstärkt die Wirkung von Adrenalin und setzt Fettreserven frei. Das Zuviel an Cortisol schwächt das Immunsystem, führt zu einer Übersäuerung des Magens (zuviel Aktivität der Belegzellen, die die Magensäureproduktion in Ganz setzen) und lässt mehr Blutgerinnungsfaktoren im Blut entstehen. Langzeitstress bedeutet also immer auch Langzeitfolgen wie mögliche Magen-Darm-Probleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und -störungen, erhöhter Blutdruck usw.

Soweit die Vorgeschichte.

Wenn du also giftig fühlst und damit giftig über etwas denkst, dann setzt du in deinem Körper automatisch diese Stressprozesse in Gang. Das soll nicht heißen, dass du mal so richtig wütend und sauer werden darfst, wenn du Unrecht empfindest. Aber: wenn wir nachhaltig vergiftend denken, dann schaden wir uns damit selbst in jeder Faser unseres Körpers. Das ist uns aber oft nicht bewusst. Früher hat man gedacht, man müsse sich mal Luft machen. Dann bekommt man kein Magengeschwür und keinen Herzinfarkt.

Wie gesagt: für kurzfristige Stress-Situationen ist das auch richtig und in Ordnung.

 

Sind wir aber im Dauerfeuer durch immer wiederkehrende Situationen, Probleme und Sorgen und ändern NICHTS! dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn es Auswirkungen auf unsere Seele=Psyche und unseren Organismus hat.

In Angstsituationen reagiert unser Körper und unser vegetatives Nervensystem mit Flucht. Das haben wir im Laufe unserer Entwicklung so gelernt. Wenn Gefahr droht, sind wir hellwach und kommen in Aktion.

Manche sind auch wie gelähmt. Aber das ist dann ein anderes Thema…:)

Wenn wir Verluste erleiden (Trauer, Todesfall, Scheidung, Trennung), wenn wir Ungerechtigkeiten erleben oder denken, sie zu erleben, wenn wir im Dauerkonflikt mit Kollegen, Chef oder Partner sind – all das führt zu Stressreaktionen, die etwas mit uns machen.

UND NUN ZU DEN GEDANKEN, DIE GIFTIG WIRKEN

Wenn du daran glaubst, dass du deine Gedanken selbst beeinflussen kannst – also ob du beispielsweise positiv oder negativ über etwas denkst – dann kannst du auch entscheiden, ob du dich weiterhin mit giftigen Gedanken beschäftigst oder lieber mit schönen Gedanken auseinandersetzt.

Es hilft DIR nicht weiter, wenn du jemandem etwas Schlechtes wünschst, der dir vielleicht Unrecht getan hat. Es hilft DIR auch nicht weiter, wenn du immer und immer wieder über eine Tatsache nachdenkst und wie du sie hättest verhindern oder ändern können. Es hilft DIR auch nicht weiter, bei anderen die Schuld zu suchen und sie schlecht zu machen. All das vergiftet nämlich nicht nur deine Gedanken, sondern im Verlauf auch deinen Körper. Du tust deinen Zellen nichts Gutes, indem du sie permanent mit gedanklichem Giftmüll belastest. Schließlich haben sie bereits genug zu tun mit ihrer Funktion – Aufbau, Abbau, Entgiftung, Reinigung, Energie liefern etc.

Unsere negativen = giftigen Gedanken beeinflussen unser Fühlen und unser Handeln.

Dabei kann also nur „Müll“ herauskommen, den wir dann immer wieder vor der Türe haben, um ihn zu beseitigen.

JETZT DAS GUTE:

Du kannst deine Gedanken JEDERZEIT ändern! Wie du über etwas oder jemanden denkst, ist allein DEINE ENTSCHEIDUNG! Du kannst weiterhin die Schuld bei anderen suchen oder endlich SELBSTVERANTWORTUNG übernehmen und lernen zu dir und deinen Entscheidungen zu stehen.

Du kannst einem Menschen die Pest an den Hals wünschen und plötzlich daran selbst erkranken und im eigenen Dreck untergehen. Verstehst du, worum es geht?! 

Im Zweifelsfall vergiften deine Gedanken nur dich selbst und machen mit anderen gar nichts. Wenn diese zum Beispiel ein dickes Fell haben, prallt all das an ihnen ab – es kommt aber wie ein Bumerang auf dich zurück.

Gehe also bewusst mit deinen Gedanken um. Komme wieder in den Frieden. In die Liebe.

Auch wenn das für viele noch unerklärlich scheint: die Liebe ist die stärkste Macht und Kraft, die wir haben.

Schenke sie selbst deinem Feind und denen, die du gerade überhaupt nicht verstehen kannst.

Setze die Friedensbrille auf – halte aber nicht deine rechte und linke Wange hin, sondern richte dich bewusst auf Liebe aus. Kämpfe mit der „Liebeswaffe“ und du wirst spüren und innerlich fühlen, wie du nicht weiter vergiftest, sondern freier und freier wirst.

Bevor du also weiter oder immer wieder deinen giftigen Gedanken freien Lauf lässt – halte inne, wenn du es bemerkst – und schalte um! Denke dann ganz bewusst! genau andersherum. Formuliere die Sätze, die deine Gedanken in dir aufkommen lassen, ins Gegenteil. Und noch viel besser: Nutze die Gedanken für dich und kümmere dich nicht um das, was andere mit dir machen.

Die Zeit und Energie ist kostbar. Verschwenden wir sie also nicht, sondern nutzen wir sie effektiv für uns.

Wie du von negativen Denkmustern loskommst, kann dir ein Coaching zeigen. Mit Mentalen Trainings kannst du giftige Gedanken lernen umzuwandeln und mehr und mehr in deine Selbstliebe kommen.

Heile dich selbst, indem du Abstand von alten Strukturen nimmst, die du immer und immer wieder gelebt hast.

Sie haben dich weder glücklich, noch gesund noch zufrieden werden lassen.

Ein Versuch ist es wert! Buche dir deine persönliche Gedankenreinigung und nutze die langjährige Erfahrung von besonderen Coaching-Methoden.

hier geht es zur Julia Bleser Coaching Seite

https://www.juliableser.de/2017/02/28/giftige-gedanken-und-was-sie-in-dir-bewirken/

 

 

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Die Chance im Loslassen

Heute möchte ich euch einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben:), der euch ermuntern soll, auch im oft zu schwierigen LOSLASSEN, eine Chance zu sehen und zu erkennen, sein Leben zu verändern.

Loslassen kann eine freiwillige Entscheidung sein. Wenn du zum Beispiel ganz klar entscheidest, deinen jetzigen Beruf, Partner o.ä. loszulassen. Dann triffst du eine aktive Entscheidung, die du sicher vorher durchdacht hast und fühlst dich erst einmal befreit und glücklicher. In diesem Zusammenhang ist Loslassen eine recht einfache Geschichte. Vielleicht dauert der Prozess etwas und die Gedanken bis zur Entscheidung sind nicht immer angenehm – denn nicht selten quälen uns ja immer Zweifel vor einem Schritt des Loslassens. „Ist es richtig, wie ich mich entscheiden werde. Was verliere ich – was gewinne ich? Tue ich anderen damit weh?“  Im aktiven Loslassen steckt deine eigene Energie. Das macht es deutlich einfacher.

Und dann kommt das andere Loslassen. Das passive, von Außen gesteuerte. Das trifft dich mitten ins Herz. Und du denkst erst einmal: es geht nicht weiter für mich. Das kann ich nicht aushalten. So ein passives Loslassen kann eine Trennung sein von einem geliebten Menschen, der sich für einen anderen Lebensweg ohne dich entschieden hat. In diesem Fall hat sie oder er den aktiven Prozess des Loslassens bereits beschritten und teilt dir eine Konsequenz mit. Dich trifft es oft unerwartet (weil wir vieles nicht wahrhaben wollen und können) und löst bei dir den passiven Weg des Loslassens aus. Es kann auch ein plötzlicher Todesfall sein, und du bis auf einmal damit konfrontiert einen Menschen loszulassen, den du liebst und mit dem du einen Teil deines Lebens teilst.

Im Prozess des passiven Loslassens kommen sämtliche Emotionen zum Vorschein: Wut, Trauer, Angst, Verletztheit, Enttäuschung, Schmerz. Ich kann dir leider nicht sagen, dass du durch diese Emotionen mit einem Coaching-Tipp nicht hindurchgehen wirst. Das gehört zu diesem Prozess und lässt sich erst einmal nicht verhindern. Genau hier möchte ich dir helfen, in dem ich dir sage: Lass deine Wut, deine Trauer, deinen Schmerz und all deine Emotionen und Gefühle zu. Nimm sie an. Lerne sie kennen. Weine, schreie, lache, hau auf den Tisch, verkrieche dich für Momente. Es darf dir ruhig auch einmal schlecht gehen.

In meinem Fall des loslassen Lernens – und es gab bereits einige Prozesse, durch die ich hindurch gegangen bin – habe ich genau diese Emotionen auch erlebt. Der schlimmste und sehr traumatische Fall, war als man mir meine Tochter genommen hat. Auf einem Weg, den ich nie erwartet hätte. Unvorbereitet, von Außen gemacht, mit einer Härte und Mithilfe durch fremde Menschen begleitet – Schmerz und Ohnmacht pur. (Mehr möchte ich hier im Detail nicht schreiben, um mein Kind nicht in in die Öffentlichkeit zu bringen.)

Und dann, nach der Ohnmacht kam das Lernen. Ich habe gelernt, um beim Beispiel meines Kindes zu bleiben, dass ich wie im Kaukasischen Kreidekreis von Bertold Brecht nicht weiter an meinem Kind ziehe und zerre. Denn dann hätte ich es zerrissen. Im Brechtschen Werk kämpfen zwei Frauen um ein Kind. Die leibliche Mutter und die Stiefmutter, die vorgibt, die ‚richtige‘ Mutter zu sein. Der Richter macht einen Test, in dem er das Kind in die Mitte eines Kreidekreises stellt und bittet, dass beide Frauen jeweils das Kind zu sich ziehen/zerren sollen. Während die Stiefmutter an dem Kind zerrt und ihm weh tut, lässt die leibliche Mutter los. Der Richter hat erkannt, bei wem es sich um die wahre Mutter handelte und entsprechend entschieden.

Heute weiß ich, warum mir während meiner Abi-Phase genau diese Lektüre so im Gedächtnis geblieben ist. Denn ich stand und stehe manchmal heute noch genau vor der selben Entscheidung. Und habe gelernt dem Kind zu Liebe loszulassen, meine eigenen Gefühle, Emotionen und Bedürfnisse vollends hinten an zustellen und keinen Kampf mehr aufzunehmen, der zusehends zerstört.

In diesem sehr harten Prozess meines passiven Loslassens habe ich unendlich viel über mich selbst erfahren. Mich gelernt so anzunehmen, wie ich bin. Meine Ängste anzunehmen und mit Liebe durch sie hindurch zu gehen. Ich begann meinen nicht selbstgewählten Weg – erst einmal ohne Kind – zu überdenken und zu überlegen, was ich nun mit meinem Leben anfangen könnte. Die Wahl zwischen alles hinschmeißen und eingehen oder aufzustehen und ein anderes Leben zu beginnen, habe ich erkannt. Wir haben immer eine Wahlmöglichkeit.

Und dann kommt – nach einer Zeit des passiven Zustands – plötzlich wieder Aktivität in das Leben. Ich wurde aktiv. Habe eine neue Ausbildung begonnen – abgeschlossen, neue Menschen kennengelernt, die mein Leben auf eine ganz neue, besondere Art bereichert haben. Es passierte so viel Unglaubliches, Gutes.

Nach einem Prozess des Loslassens, entsteht also ein neuer Prozess des Agierens. Wenn DU dich dafür entscheidest! Das Ergebnis ist eine große Portion innere Freiheit und Selbstliebe und nicht selten ein erfülltes, glückliches Leben.

Ich wünsche euch allen erfolgreiches Loslassen und die Erkenntnis, dass das Leben jeden Tag mit einer Wahlmöglichkeit auf euch wartet.

Eure Julia

 

 

 

 

 

 

 

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